Organisation
Die komplette Schwangerschafts-Checkliste – Woche für Woche
Alles, was du in der Schwangerschaft tatsächlich erledigen musst – strukturiert nach Wochen, ohne unnötigen Ballast.
9 Min. Lesezeit · Aktualisiert: 1. April 2026

Das Nayeli-Team
Redaktion

Eine Schwangerschafts-Checkliste soll dir Last nehmen, keine neue draufladen. In vielen Ratgebern stehen hundert Punkte – die meisten davon sind nicht dringend, manche überhaupt nicht nötig. Was wirklich zählt, ist überschaubar.
Wir haben alle wichtigen Aufgaben einer Schwangerschaft nach Wochen geordnet. So weißt du in jeder Phase, was jetzt dran ist und was warten darf. Du kannst dich an der Liste orientieren, ohne sie abarbeiten zu müssen.
Das Wichtigste in Kürze
Die Schwangerschafts-Checkliste enthält rund 30 wirklich relevante Aufgaben – verteilt über 40 Wochen. Mehr als 5 bis 8 Punkte pro Phase sind es selten.
Warum eine Checkliste nach Wochen hilft
Eine klassische To-Do-Liste für die gesamte Schwangerschaft überfordert. 100 Punkte ohne Reihenfolge wirken wie ein Berg, den man nie abträgt. Nach Wochen strukturiert wird daraus eine Reihe kleiner Schritte.
Der Vorteil: Du siehst nur das, was in deiner aktuellen Phase sinnvoll ist. Alles andere bleibt für später sichtbar, aber nicht drängend. Das nimmt mentalen Druck raus.
Für die meisten Schwangeren reicht es, einmal pro Woche einen Blick auf die nächsten drei bis fünf Aufgaben zu werfen. Mehr ist selten nötig.
Checkliste Woche 1 bis 8: Der leise Anfang
In den ersten Wochen weißt du meistens noch nichts von deiner Schwangerschaft. Sobald der Test positiv ist, fallen die ersten konkreten Schritte an.
Woche 4 bis 6 – Erste Entscheidungen
- Schwangerschaftstest bestätigen und einen Termin bei Frauenärztin oder Frauenarzt vereinbaren
- Folsäure einnehmen, falls noch nicht begonnen – spätestens jetzt
- Erste Liste mit Fragen für den Vorsorgetermin anlegen
- Überlegen, ob und wann du die Schwangerschaft dem Umfeld erzählen möchtest
Woche 7 bis 8 – Organisatorischer Start
- Mutterpass bei deiner Praxis abholen – das zentrale Dokument der nächsten 40 Wochen
- Falls du in einer größeren Stadt lebst: Hebammensuche starten – später ist es oft zu spät
- Eigene Routine anpassen: ausreichend Schlaf, regelmäßige Mahlzeiten, weniger Koffein
Medizinische Untersuchungen in dieser Phase besprichst du immer mit deiner Ärztin oder Hebamme. Die Checkliste ersetzt keine Vorsorge, sie ergänzt sie.
Checkliste Woche 9 bis 13: Erste Untersuchungen
Das erste Trimester neigt sich dem Ende zu. Die Zeit der stärksten Übelkeit lässt bei vielen nach. Nach Abschluss der zwölften Schwangerschaftswoche sinkt das Risiko einer Fehlgeburt deutlich – der Großteil aller Fehlgeburten findet im ersten Trimester statt.
Nach § 24d SGB V haben gesetzlich Versicherte Anspruch auf Hebammenhilfe bei Schwangerschaft, Entbindung, im Wochenbett und in der Stillzeit.
- Zweiten Vorsorgetermin wahrnehmen – meist mit großem Ultraschall
- Wenn gewünscht: Ersttrimester-Screening (freiwillig, zwischen Woche 11 und 14)
- Hebammenbetreuung für das Wochenbett sichern, falls in deiner Region knapp
- Entscheiden, wem du die Schwangerschaft als Nächstes erzählst
Am Ende dieser Phase kannst du dich oft etwas entspannter fühlen. Das erste Trimester ist der anstrengendste Teil für viele Schwangere – körperlich und emotional.
Checkliste Woche 14 bis 20: Die angenehme Phase
Das zweite Trimester bringt für die meisten neue Energie. Die Übelkeit ist weg, der Bauch wächst, die Bewegungen werden erstmals spürbar. Jetzt lohnt sich mehr Planung.
- Vorsorgetermine für die nächsten Monate grob planen
- Termin für die Feindiagnostik zwischen SSW 19 und 22 vereinbaren, falls gewünscht
- Arbeitgeber über die Schwangerschaft informieren, falls noch nicht geschehen
- Erste Gedanken zur Elternzeit und Aufteilung zwischen dir und Partner machen
- Leichte Sport- oder Yoga-Kurse für Schwangere ausprobieren
Für viele ist das zweite Trimester der richtige Moment, in Ruhe Entscheidungen zu treffen. Die Geburt ist noch weit genug weg, um nicht zu drängen, aber nah genug, um konkret zu werden.
Checkliste Woche 21 bis 27: Halbzeit und Planung
Ab jetzt wird die Schwangerschaft greifbarer. Bewegungen sind deutlich, der Bauch sichtbar. Du merkst, dass die zweite Hälfte bewusster verläuft.
- Geburtsvorbereitungskurs buchen – gute Termine gehen früh weg
- Klinik oder Geburtsort recherchieren und Infoabende besuchen
- Elterngeld-Planung beginnen: Einkommensnachweise sammeln, Monatsverteilung überlegen
- Krankenkasse kontaktieren für Fragen zu Kursen, Hebammenleistungen, Wochenbett
- Erste Gedanken zur Ausstattung – aber ohne Kaufrausch
Kaufe in dieser Phase noch nicht zu viel. Vieles wirst du nach der Geburt neu einschätzen. Leihen, Gebrauchtkaufen und gezieltes Anlegen einer Wunschliste sind ruhiger als Instagram-getriebene Käufe.
Checkliste Woche 28 bis 34: Das dritte Trimester beginnt
Der letzte Abschnitt fordert mehr Ruhe. Körperlich wird alles anstrengender. Mental wird es konkreter. Jetzt sind die organisatorischen Schritte wichtig.
- Dritten großen Ultraschall wahrnehmen, falls zwischen Woche 28 und 32 geplant
- Klinik-Anmeldung abschließen, falls noch nicht geschehen
- Kliniktasche zusammenstellen, spätestens ab Woche 34
- Auto-Kindersitz besorgen und einmal einbauen – die Klinik entlässt dich sonst vielleicht nicht
- Mutterschutz beginnt 6 Wochen vor ET: Übergabe im Job organisieren
- Elterngeld-Unterlagen komplett zusammenhaben
In dieser Phase kommen viele Aufgaben gleichzeitig. Eine gute Struktur schlägt jeden Kraftakt. Verteile die Schritte über die Wochen, statt alles in die letzten Tage zu packen.
Checkliste Woche 35 bis 40: Auf die Geburt zu
Die letzte Phase bringt Nisten, Müdigkeit, Warten. Physisch ist vieles langsamer, das ist normal. Alles Organisatorische sollte jetzt stehen.
- Kliniktasche packen und griffbereit halten
- Fahrtweg zur Klinik einmal in Ruhe durchgehen – auch zu verschiedenen Tageszeiten
- Wichtige Telefonnummern speichern: Klinik, Hebamme, Partner, ggf. Taxi
- Eltern-Schlafzimmer, Wickelplatz und Stillbereich in Ruhe einrichten
- Mahlzeiten für die ersten Tage nach der Geburt vorkochen und einfrieren
- Kindergeld-Unterlagen vorbereiten, damit du direkt nach der Geburt einreichen kannst
Ab Woche 37 gilt dein Baby offiziell als termingerecht. Ab diesem Moment kann die Geburt jederzeit losgehen. Viele Babys lassen sich bis Woche 40 oder etwas darüber Zeit – das ist normal.
Was NICHT auf deine Schwangerschafts-Checkliste gehört
Die meisten Checklisten im Netz sind zu voll. Diese Punkte kannst du getrost streichen:
- Gefühlte hundert Baby-Produkte vor der Geburt kaufen – das meiste erkennst du erst danach
- Ein Instagram-perfektes Kinderzimmer – reicht für die erste Zeit nicht
- Jeden Schwangerschaftsratgeber lesen – zwei gute Quellen sind genug
- Termin auf Termin zur Vorsorge stapeln, wenn es nicht medizinisch nötig ist
Weniger ist ruhiger. Die eigene Schwangerschaft besteht nicht aus Aufgaben, die man perfekt löst, sondern aus Zeit, die sich führen lässt.
Checkliste persönlich nutzen
Die Schwangerschafts-Checkliste ist eine Orientierung, keine Pflicht. Du entscheidest, was du wann tust. Für einen persönlichen Plan, der sich automatisch an deine aktuelle Woche anpasst, nutzen viele Schwangere Nayeli. Dort sind die Aufgaben nach Woche sortiert, abhakbar und jederzeit anpassbar.
So hast du in jeder Phase nur das im Blick, was gerade zählt – und kannst den Rest der Zeit für dich behalten.
Häufige Fragen
Wann sollte ich mit der Checkliste beginnen?
Sobald der Schwangerschaftstest positiv ist. Die ersten Punkte sind bewusst leicht – ein Termin bei der Frauenärztin und die Folsäure reichen für die erste Woche.
Muss ich jede Aufgabe erledigen?
Nein. Viele Punkte sind Empfehlungen, keine Pflicht. Die Checkliste hilft dir, nichts zu übersehen – nicht, jeden Punkt durchzuhaken.
Was, wenn ich schon in Woche 20 oder später starte?
Dann fängst du dort an, wo du bist. Rückwirkend lohnt sich ein Blick auf die frühen Punkte nur, wenn etwas Konkretes offen ist – zum Beispiel Hebammensuche.
Gibt es die Checkliste auch als Ausdruck?
In Nayeli hast du sie digital, abhakbar und synchronisiert. Ein Druck ist möglich, aber die digitale Version passt sich automatisch an deine Woche an und vergisst nichts.
Quellen
- Deutscher Hebammenverband – Hebammenhilfe – Gesetzlicher Anspruch nach § 24d SGB V
- Familienportal des BMFSFJ – Mutterschutz – Fristen und Schutzzeiten
- Familienportal des BMFSFJ – Elterngeld – Antrag, Bezugsdauer, Einkommensgrenzen
- GKV-Spitzenverband – Mutterschaftsrichtlinien – Umfang der Mutterschafts-Vorsorge
- BZgA – familienplanung.de – Gesundheitsinformationen zur Schwangerschaft
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